der Stein
Der Stein ist ein Naturmaterial, das den Menschen schon von Anfang an begleitet. Schon der Urmensch hat im Stein gelebt, ist auf dem Steinboden gegangen, aus Steingefäß gegessen und in dem das Essen aufbewahrt, er hat aus Stein Werkzeug hergestellt und letztens sich im Stein künstlich ausgedrückt. Mit seiner Naturschönheit, Dauerhaftigkeit, Farbigkeit und Möglichkeit der Formung, spielt heute der Stein eine Wichtige Rolle in der Architekturkunst. Beim allen ist aber wichtig, dass wir den Stein richtig wählen, formen, einbauen und auch in Ordnung Halten können. Der Stein ist ein Material, der schon nach sich selbst etwas dauerhaftes, festes und standhaftes ausdrückt.

DIE STEINAUSWAHL

Die Auswahl des Steines ist eine sehr verantwortliche Aufgabe. Nicht entsprechende Auswahl kann viel kosten, der Blick auf das Produkt wird alles andere als repräsentativ sein. Viel Kitsch wurde schon gemacht und viele Steinprodukte zerfallen wegen der unrichtigen Steinauswahl. Allein, mit dem Meister, Architekt oder am besten alle zusammen werden sie zwischen einer breiten Farbpalette, Struktur und Steinqualität wählen müssen. Zur Verfügung stehen ihnen sozusagen unzerstörbare Granite, zarte Marmore und zahlreiche verschiedenfärbige und autochthone Kalksteine. Wählen sie ja nicht nur die Farben! Sie müssen auch andere Eigenschaften (Abrieb, Festigkeit, Säurewiderstandsfähigkeit, Frostwiderstandsfähigkeit,…) berücksichtigen. Und wenn es möglich ist, wählen sie autochthone Baustoffe oder wenigstens diesen ähnliche. In letzter Zeit verwenden wir präventiv für alle Zwecke Granit. So können wir bei solcher Wahl sicher sein, dass wir den besten Stein ausgewählt haben. Seine Farbigkeit und zählebige Struktur ermöglichen die Herstellung von sehr ausgeprägten Produkten (Steinpflaster, Fassade, Treppe,…). Doch mit der Zeit wird gerade diese aufdringliche Gestalt störend. Hier treten heimische autochthone Materialien auf, die wir in unseren Genen tragen, die für uns schön und angenehm sind, obwohl sie gar nichts Besonderes sind. Das sind Gesteine, auf denen wir geboren sind und sie unbewusst in unserer Umgebung treffen. In Slowenien sind das vor allem verschiedenfarbige Kalksteine, Sandsteine und nur etwas wenige Marmore und Granite.

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WIDERSTANDFÄHIGKEIT

Einsaugung: Einige sind der Meinung, dass die Granite keine Feuchtigkeit und kein Wasser einsaugen. Das stimmt nicht! Auf einer Hand können wir Gesteine in allgemeiner Verwendung aufzählen, die das Wasser nicht einsaugen. Deswegen müssen wir berücksichtigen, dass alle Naturmaterialien Flüssigkeiten und Dämpfe einsaugen. Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir ihnen den richtigen Schutz verleihen und diesen Schutz auch regelmäßig erneuern. Abnutzung- und Säurewiderstandsfähigkeit: In dieser Hinsicht sind im großen Vorzug Granite vor den Marmoren und Kalksteinen. Granite können wir nur mit sehr harten Bruchteilen (Feuerstein, Korund, Diamant,…) kratzen. Zerfressen werden sie aber nur von sehr starken Säuren, die aber in normalen Umständen nicht vorkommen. Die Marmoren und Kalksteine verletzt schon der gewöhnliche Splitt, fast jedes Metall, Keramik, Glas, alle Säuren fressen sie aber an. Sollen wir sie deswegen nicht verwenden? Natürlich können wir sie verwenden, auch unsere Vorfahren haben sie verwendet. Bestimmt haben sie schon irgendwann historische Objekte bewundert, die fast in der Regel aus Stein gebaut sind. Sie haben wundervolle Steinpflaster, Treppen, Säulen,… bewundert und, ob sie es glauben oder nicht, fast alle sind aus Marmor oder Kalkstein hergestellt. Damals haben sie den Stein nicht bis zum so hohen Glanz poliert wie heute und deswegen waren auch keine Abriebspuren zu sehen. Wenn wir dem Stein zulassen, dass er sich normal verschleißt und von ihm nicht gerade den höchsten Glanz verlangen, wird der Marmor oder Kalkstein viel schöner von Granit. Für die Küchenplatten gelten strengere Regeln. Die Forderung nach Widerstandsfähigkeit ist auf diesem Bereich so groß, dass für die Küchenplatten fast regelmäßig der Granit verwendet wird. Was ist aber mit der Säurewiderstandsfähigkeit? Die Säuren kommen im Regen, Essen und Trinken (Essig, Obst, Wein,…) und Putzmitteln (besonders bei denen, die den Wasserstein beseitigen) vor. Granit ist gegen allem Widerstandsfähig, Marmor aber nicht und kann nicht anders geschützt werden, als mit vorsichtigem Gebrauch. Das Angreifen können wir nur teils mit guten Imprägnierungen vermindern, einen vollständigen Säurenschutz gibt es aber nicht. Auch die Imprägnierungen sind auf die Säuren empfindlich und deswegen müssen sie auf Flächen, die der Säure ausgesetzt sind, regelmäßig erneuert werden. Imprägnierungsverfahren ist sehr einfach, deswegen können wir diesen auch selbst erledigen. Widerstandsfähigkeit auf die Kapillarfeuchtigkeit: Kapillarfeuchtigkeit ist das Wasser, das auf der Oberfläche aus dem Boden wegen erbarmungslosen Dampfdruck eindringt. Kapillarfeuchtigkeit dringt so hoch ein, solange sie die Luft nicht findet, wo sie verdämpft. Leider sind das die Steinpflaster oder Wände in Erdgeschossen. Es können aber auch Steinpflaster oder Wände in Stockwerken sein, wenn die Feuchtigkeit im Untergrund oder in der Mauer ist. Die Kapillarfeuchtigkeit ist am Anfang durch dunkle, nasse Flecken und später durch die Materialzerstörung sichtbar. Wenn die Feuchtigkeit häufig oder sogar immer anwesend ist, wird die Kapillarkraftleistung die Abplatzung von Kristallen auf der Steinoberfläche verursachen. Es kann aber auch zu Abschilferung von Oberschicht kommen. Wenn wir auf keinem Fall die Zuleitung der Kapillarfeuchtigkeit unterbrechen können, ist solcher Pflaster auf den langsamen und ewigen Verfall verurteilt. Das gleiche gilt auch für die Treppen, Sockel,… Die einzige Lösung und Grundregel ist die hundertprozentige Hydroisolation vor der Steinmontierung.

BODEN- UND WANDBELÄGE

Als wir schon erwähnt haben, ist die Hydroisolation die Grundregel für die Ausführung der Steinpflaster oder Wandbeläge. Das kommt in Frage überall dort, wo durch den Unterbeton die Erdfeuchtigkeit oder das Schwitzwasser aus der unteren Etage (Keller, Becken,…) eindringt. Bei Außenpflaster, Treppen und Wandbelägen müssen wir neben der Kapillarfeuchtigkeit aus dem Boden auch den Wassereinbruch aus der Oberfläche in den Stein, vor allem aber in den Mörtel unter ihn verhindern. Bei der Abdichtung der Steinflächen spielt eine bedeutende Rolle die richtige Montage. Zwischen dem Stein und der Unterlage darf keine Luft anwesend sein, die Fugen müssen gut abgedichtet werden. In der Luft zwischen dem Stein und der Unterlage bildet sich das Schwitzwasser und so entstehen die Flecken auf der Steinoberfläche. Mann kann genau sehen, wo der Stein angeklebt ist und wo nicht. Die Montage auf die Berührung, ohne Fugen ist für draußen nicht geeignet, ebenso, wenn wir die Bodenheizung benutzen. Es ist falsch zu denken, dass die Fugen enger als 2cm dichten und dass die Ausdehnungen und Zusammenziehungen der Steine verschwindend klein sind. Das Wasser sickert durch unmerkliche Poren in den Estrich, aus dem spült es dann das Kalkwasser. Das Kalkwasser wird in den niedrigen Lagen (Rissen auf dem Terrassenrand oder unteren Stufen) als Kalksinter, den Tropfsteinen ähnlicher Stoff, ausgesondert. Im Fall der Bodenheizung muss der Stein wegen Temperaturausdehnungen des Steines und der Unterlage auf das dauerelastische Bindegewebe auf schon vorbereiteten Estrichen montiert werden. Solches Verfahren ist aber schwieriger und teuerer. Die nächste wichtige Sache bei der Vorbereitung der Unterlage für den Stein ist der Raum für ihn und für das Bindegewebe. Wie viel Raum muss also für die Steinmontage gelassen werden? Zu viel ist nie verkehrt, zu wenig aber sehr! Wenn sie keine Bodenheizung unter dem Stein haben und wollen qualitätvoll gelegten Steinpflaster, machen sie in keiner Weise den Estrich selbst. Die Arbeit überlassen sie den Monteur, der den Stein in den frischen Mörtel (Estrich) legt. Die Grundfläche unter solchem Estrich muss fest sein. Direkt auf die Wärmeisolation kann man den Stein nicht gut montieren. Für die Montage des Steinpflasters oder Treppen soll die Unterlage 6 bis 7cm niedriger als der Endpflaster (Steinstärke+4cm) sein. Der vertikale Teil der Betonstufe soll für 7cm von Vorderrand der Endstufe zurückgesetzt werden..

BÄNKE

Auf den ersten Blick sind sie ein sehr anspruchsloses Element. Immerhin muss man einige Sachen kennen. Mit der Einführung von Isolationsmaterialen auf Fassaden, ist der Standard bei der Fensterbankbreite nicht mehr gültig. Für die Außenbänke ist wichtig, dass der Vorsprung über die Fassade mindestens 3cm, optimal aber 4cm ist. Fast alle Fenster sind so gemacht, dass die Bank teilweise auch unter das Fenster reicht, was man auch bei der Breite berücksichtigen muss. Für die Außenbänke wird der Granit in helleren Farben empfohlen. Bei der anspruchsvolleren Architektur werden aber auch entsprechende Marmore und Kalksteine gebraucht. Die Granitqualität stellt sicher, dass die Bänke immer glatt für die Reinigung sind. Es werden sich keine Algen sammeln und sie werden nicht rissig. Die Marmorbänke sind besser zu schützen. Bei Innenbänken können wir mit verschiedenen Formen und Farben spielen. Die goldene Regel ist, dass in den Räumen, die mit der Keramik angezogen sind, die Farbe des Steines mit der Farbe der Keramik übereinstimmen soll. Vermessen und einbauen soll sie der Keramiker. Die Bänke im Bad und in der Küche werden häufig mit Steinplatten oder anderen Steinelementen im Raum übereinstimmt. Deswegen werden sie diese erst dann kaufen, wenn die Innenausstattung schon bestimmt ist.

PULTE UND STEIN IN DER EINRICHTUNG

Wer die Naturmateriale und sorglose Verwendung schätzt, wird sich bestimmt für die Granitplatte entscheiden. Hier müssen wir vor allem den Unterschied zwischen Granit, Marmor und Kalkstein betonen. Wir haben schon erwähnt, dass fast alle Materiale absorbieren und deswegen muss man sie imprägnieren. Der meiste Unterschied zeigt sich in der Säurewiderstandsfähigkeit und Abnutzung (Kratzen). Der widerstandsfähige und unzerstörbare Granit ist mehr grob und kristallin. Zarte und freundliche Marmore und Kalksteine sind meist auf die Säuren und Abnutzung nicht widerstandsfähig. Die Auswahl wird nicht leicht sein. In der Anwesenheit des guten Meisters und Beraters wird sich für alles eine Lösung finden.

Steinmetz Žunko d.o.o.